Alle Macht den sanften Riesen
Elephants for Peace auf der Schengener Brücke
Bei hochsommerlichen Temperaturen zogen die 1200 Elephants for Peace am Sonntag morgen 6.6.2010 in Schengen ein. Das Moselufer und die Brücke waren ihr priviligierter Ort. Dieser ward verwandelt in ein Meer voller bunter freudiger Elefantenbildnisse und Skulpturen. Menschen aus der Grossregion, aus Holland, ja sogar Zypern und Barcelona waren angereist, um die vielzähligen Beiträge im Herzen Europas zu installieren. In Schengen, wo die Grenze erstmals freiwillig überwunden wurde, ja sich schon seit einem Vierteljahrhundert aufgelöst hat, sollten sie einstehen für Friede, für Freiheit und für ein grenzenloses Europa.
So waren auch die Eröffnungsreden um 14 Uhr der Bürgermeister Schengen, Perl, Sierck-les-Bains und Apach sehr bewegend. Herr Roger Weber, Bürgermeister von Schengen sprach von dem Unglauben an die Beständigkeit dieses Vertrages. Keiner hatte 1985 geglaubt, dass es eines Tages Realität werden würde. Utopisten schienen am Werk. Doch die Vision von damals ist eine grossartige Wirklichkeit geworden. Inzwischen leben 500 Mio Menschen in einem grenzenfreien Gebiet. Herr Weber hofft und wünscht sich, dass alle Grenzen eines Tages aufgelöst werden können und die Aussengrenzen nicht mehr existieren müssen. Der Anfang einer grenzenfreien Welt ist auf dem lieblichen Fluss der Mosel verwirklicht worden, und so sprach Laurent Steichen, Bürgermeister von Sierck-les-Bains, Frankreich auf moselfränkisch, eine Sprache die die Menschen über die Grenzen hinweg verbindet. Herr Schmitt, Bürgermeister der Gemeinde Perl sprach von der grossen Veränderung, die dieser Vertrag den ehemaligen Randgemeinden gibt, jetzt sind sie im Herzen von Kerneuropa. Herr Rollinger, Bürgermeister der französischen Gemeinde Apach, sprach von der sozialen Verantwortung und von der Aufgabe, die mit solch einem Jubiläum verbunden ist. Im Angesicht der Angriffe auf den Euro, sind auch viele Tendenzen zu verzeichnen, die zeigen, dass Europa im Herzen der Menschen, noch nicht verankert ist und sich viele lieber einen kleineren Nenner suchen, als die Vision eines Robert Schumann wirklich zu leben und zu eigen zu machen. Landrat Friedrich-Schlegel und Schartz hatten das Projekt Elephants for Peace sehr begrüsst und bekundeten ihre Unterstützung.
So waren auch die Festreden am Vormittag in der Schengen Peace Foundation eine detaillierte Schau auf die Entwicklung seit 1989 gewesen. Frau Dr. Sabine Bergmann-Pohl, ehemaliges Staatsoberhaupt der Deutschen Demokratischen Republik, gab eine beindruckende Rückschau und Analyse der Deutsch-deutschen Entwicklung. Ein Land, eine Geschichte, eine Kultur und eine Sprache und doch zwei Identitäten? Eindrücklich zeigte sie, wie einfach es ist, Menschen zu trennen, - sie wieder zusammenzuführen, eine fast unmögliche Aufgabe. Diese Aufgabe hat sich die Schengen Peace Foundation zu ihrer gemacht. Domincus Rohde, Präsident und Visionär dieser Friedensstiftung, erklärt, dass es sein Ziel ist, Menschen und Initiativen weltweit zusammenzuführen, die an gemeinsamen Zielen arbeiten. So ist auch die Kunst-Friedensinitative Elephants for Peace Teil des von der Schengen Peace Foundation initierten World Peace Forums geworden. Verbinden, Zusammenführen, ein Bewusstsein entstehen zu lassen, dass wir in der Tat, die Mehrheit der Menschen sind.
Es gilt nichts hinzuzufügen, nur sichtbar zu machen, was ist.
Charles Danguy, zweiter Redner des Vormittags Präsident der Initiative et Changement Mose,l ein grosser Kenner der europäischen Geschichte und im besonderen der deutsch-französischen, betonte die Wichtigkeit der Eigenverantwortung. Der Friede beginnt in uns und somit können wir alle aktiver Teil sein, eine friedliche Welt zu wahren und zu mehren.
Sophie Molitor, Geschäftsführerin der SOS Kinderdörfer, Luxemburg, drückte ihre Freude aus, mit den Kindern und unzähligen Helfern, eine Organisation zu sein, die Friede mehrt und sich für Gemeinsamkeiten einsetzt. Kinder aus Mali, Venezuela. Laos und anderen Teilen der Welt hatten Elefanten gemalt, um sie auf die Reise zu senden und ihren Wunsch nach einer friedlichen Welt bildlich Ausdruck zu verleihen.
“Die absolute Mehrheit der Menschen lebt friedlich mit einander. Eine Tatsache, an die keiner glaubt. Wie ist dies möglich?” fragt Rose Marie Gnausch, Initiatorin von Elephants for Peace. “Weil die mediatisierten Bilder, die Bilder der tagtäglichen Realität sie uns nicht zeigen.” Deshalb hat sich die Künstlerin und Kunsthistorikerin zur Aufgabe gemacht, ein reales Bild entstehen zu lassen, von Freude und Frieden, reale Bilder von heute für Morgen.
Das Team um Andrea Horstmann-Osterloh, AHO FINE ARTS aus Köln nahm die Herausforderung an und installierte Werke direkt auf der ehemaligen Grenze, der Moselbrücke, die Schengen mit Deutschland verbindet. Fahnen und Elephantenbanner verwandelten diese kaum wahrnehmbare Grenze in einen festiven Ort. Sonja van Kerken hatte schon in Zypern auf der Grenze mitgewirkt. Aus den Niederlanden angereist, installierte sie ihre Origami Elfanten diesemal auf einer kaum wahrnehmbaren Grenze zwischen Luxembourg und Deutschland. Auf Luxemburger Seite ist der Grenzposten nicht mehr wahrnehmbar, auf deutscher Seite umgewandelt in einen Grenz-Kepab. Bürger eines Landes sind dort eingezogen, das die Elefanten Parade als nächstes besuchen wird. Von Schengen geht es weiter nach Istanbul.
Unterstützt wurde das Bild durch die musikalische Umrahmung von Patrick Rabot, Musiker und Botschafter für Elephants for Peace aus Thionville, und Ulrich Floral aus Kröv an der Mosel. Doch um 15 Uhr just zum Beginn des Friedenscorsos (Peace Parade) bereitete ein starker Regenfall dem entstandenen Bild als auch der Musik ein apruptes Ende. Die Parade fuhr regenfrei nach Frankreich während vielzählige Helfer die hunderte von Elefantenbeiträge in windeseile in geschützte Räumlichkeiten brachten.
“Regen ist Segen! Wir sind froh, dass der Wettergott so lange mitgespielt hat.
Angeführt vom Bürgermeister Roger Weber auf einem Traktor mit einem fast lebendsgrossen Elefanten nahm die Parade ihren Lauf durchs Dreiländereck.
Die Rose Marie Gnausch anvertrauten Elefanten sind fuer eine lange Reise gestiftet worden, sie sollen einstehen fuer die Friedensabsicht eines jeden Stifters und die Botschaft verbreiten, dass Wir in der Tat schon jetzt die Mehrheit der Menschen darstellen. Sichtbar machen, denn Bilder sind das Werkzeug unseres menschlichen Gehirn. Haben wir ein Bild von einem grossen starken Frieden, so sind wir dieser Realität ein grossen Stück näher gerückt. Schengen und Nicosia haben sie schon gesehen, jetzt geht es weiter. Istanbul und Israel stehen auf dem Programm. Doch auch Korea und Tibet sind im Gespräch. Das nächste World Peace Forum ist nach Kyoto eingeladen. Eine asiatische Form der Europäischen Gemeinschaft schwebt den grossen Denkern an der prestigiösen Universität Riksameikan vor.
Das Word Peace Forum und Elephants for Peace haben vieles gemeinsam. Eine grosse Vision, an die erst wenige glaubten, wie an die Schengener Verträge, die jedoch beständig wächst, denn jeder ist willkommen, der noch an Veränderung glaubt und gerne seinen Teil mit seinen Fähigkeiten einbringen möchte. Elephants for Peace kann jeder Orts entstehen. Das World Peace Forum führt alle Initiativen zusammen. Auch Sie können heute schon dabei sein.
www.worldpeaceforum.org www.elephantsforpeace.com www.ahofinearts.de
contact: Rose Marie Gnausch
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Tel: +49 6532 954 459
Mobil +49 162 1790 683
